Mein Jahresrückblick – 2025 hat mir etwas beigebracht, womit ich nicht gerechnet habe

31. Dez. 2025 | 6 Kommentare

2025 war kein Jahr, das sich leicht zusammenfassen lässt. Es war laut, anstrengend, stellenweise chaotisch und gleichzeitig überraschend klar. Ein Jahr, in dem vieles gleichzeitig passiert ist. Einzug eines zweiten Hundes, Umzug, Baustellen, ein Wasserschaden, der mehr als nur Nerven gekostet hat. Und parallel dazu Entscheidungen, die nicht aus Ruhe entstanden sind, sondern mitten im Alltag.

Ich habe in diesem Jahr wenig geplant und viel reagiert. Habe Dinge begonnen, obwohl die Bedingungen alles andere als ideal waren. Habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen, obwohl es bequemer gewesen wäre zu warten. Und ich habe gemerkt, dass genau darin etwas liegt, das trägt.

Dieser Rückblick ist keine Erfolgsgeschichte. Er ist auch kein Jammertext. Es ist ein ehrlicher Blick auf ein Jahr, das mich gefordert, sortiert und verändert hat. Zwischen Baustelle, Bauchgefühl und klaren Entscheidungen.

Das Jahr begann mit Schnee

Die großen Themen und Highlights in 2025

Calea kam – Zwei Hunde sind kein Plus eins

Zwei Hunde verändern nicht nur den Alltag. Sie verändern die Art, wie man Entscheidungen trifft. Als Calea im März bei uns eingezogen ist, war das kein romantischer Moment, in dem plötzlich alles doppelt so schön wurde. Es war eher der Punkt, an dem mir klar wurde, dass zwei Hunde nicht einfach „einer mehr“ sind. Sie sind ein komplett neues Gefüge. Zwei Charaktere, zwei Bedürfnisse, zwei Nervensysteme und eine Verantwortung, die sich nicht addiert, sondern vervielfältigt.

Der Alltag musste sich neu sortieren. Fütterungszeiten, Ruhephasen, Spaziergänge, Aufmerksamkeit. Alles, was mit einem Hund irgendwie läuft, braucht mit zweien plötzlich Struktur. Nicht aus Prinzip, sondern aus Notwendigkeit. Ich konnte nicht mehr nur nach Gefühl handeln, sondern musste genauer hinschauen. Wer braucht gerade was? Wer kommt gut klar, wer nicht? Und was funktioniert im echten Leben und nicht nur auf dem Papier?

Calea hat mir ziemlich schnell gezeigt, dass Harmonie nichts mit Gleichmacherei zu tun hat. Dass Fairness nicht bedeutet, alles identisch zu machen. Und dass man als Mensch lernen muss, gleichzeitig präsent und flexibel zu sein, ohne ständig einzugreifen oder zu kontrollieren. Das war wirklich anstrengend. Und ehrlich gesagt an manchen Tagen auch überfordernd.

Aber genau hier habe ich etwas Entscheidendes gelernt: Entscheidungen müssen nicht perfekt begründet sein, um richtig zu sein. Manchmal reicht ein gutes Bauchgefühl, getragen von Erfahrung, Beobachtung und dem Vertrauen, dass man nicht jede Lage sofort vollständig verstehen muss. Für beide Hunde. Für den Alltag. Für uns als Team.

Calea ist nicht einfach eingezogen. Sie hat unseren Alltag verändert. Und mich gleich mit.

Back to the roots – zurück ins Haus und ins Chaos

Kaum war Calea da, haben wir schon wieder angefangen, alles zu verändern. Im April begann der Umzug zurück in unser kleines Häuschen. Uns war klar, dass dieser Zeitpunkt für keinen von uns ideal war. Calea hatte eigentlich Zeit gebraucht, um anzukommen. Stattdessen kamen Kartons, Fahrten, Unruhe und neue Räume. Und natürlich blieben die Hunde davon nicht unberührt.

Beide liefen in dieser Zeit nicht rund. Bei Calea zeigte sich das sehr deutlich. Sie fing an, Kissen zu zerkauen, Schuhe anzukauen, Dinge zu zerstören, die man nicht einfach ersetzen kann. Heute weiß ich, dass das kein „Fehlverhalten“ war, sondern Überforderung. Zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit, zu wenig Sicherheit, zu wenig Möglichkeit, wirklich anzukommen. Inzwischen hat sich das fast vollständig gelegt. Kissen sind nur noch ganz selten ein Thema, wenn sie alleine ist. Aber damals war es eine echte Hausnummer.

Für mich kam alles gleichzeitig. Umzug, Baustelle, Wasserschaden, Ärger mit Handwerkern, die ihre Arbeit nicht sauber erledigt haben. Dazu neue Abläufe, neue Anforderungen und kaum Zeit, um einmal kurz Luft zu holen. Und parallel dazu konnte ich die Hunde nicht alleine lassen, weil es dafür schlicht noch viel zu früh war. Es gab keine Pause, keinen sauberen Übergang, kein „jetzt wird es ruhiger“. Alles lief parallel und alles kostete Kraft.

Und genau in dieser Phase ist etwas entstanden, das nach außen noch kaum sichtbar war. Während hier alles im Provisorium lief, nahm Lieblingsschnute in meinem Kopf und auf dem Papier Form an. Keine fertige Idee, kein ausgearbeiteter Plan, sondern viele Gedanken, Notizen und Fragen. Was funktioniert wirklich im Alltag? Was brauchen sensible Hunde und was brauchen ihre Menschen? Und wie kann man Wissen so weitergeben, dass es nicht überfordert, sondern trägt?

Diese Zeit war für uns alle belastend. Für die Hunde, weil sie Sicherheit gebraucht hätten, die wir ihnen nicht 100 %ig geben konnten und für mich, weil ich funktionieren musste, während ich wusste, dass nichts davon ideal war. Aber manchmal gibt es kein perfektes Timing. Manchmal gibt es nur die Entscheidung, da durchzugehen und unterwegs so gut wie möglich aufeinander zu achten.

Der Wasserschaden, der mir den letzten Nerv gekostet hat

Eigentlich wollten wir in unserem kleinen Häuschen einfach nur renovieren damit die Hunde und ich hier wieder einziehen können. Dieses „eigentlich“ begleitet diese Geschichte von Anfang an. Angefangen hat alles schon 2024, als wir den Fußboden hochgenommen haben und schnell klar wurde, dass unter dem Parkett etwas nicht stimmte. Ein Teil des Bodens war angegammelt. Also haben wir die Wand geöffnet – und damit eine Ursache freigelegt, die uns lange verborgen geblieben war: Ein in der Wand liegendes Heizungsrohr hatte über Jahre hinweg geleckt.

Unsere Heizung hatte von Beginn an Wasser verloren. Vor etwa zwölf Jahren war sie abgedrückt worden, damals hieß es, mit den Leitungen sei alles in Ordnung. Heute wissen wir, dass das Wasser vermutlich über all die Jahre langsam in den Boden gelaufen ist. Seit der Schaden behoben ist, verliert die Heizung jedenfalls kein Wasser mehr. Rückblickend eine bittere Erkenntnis und stärkt nicht gerade das Vertrauen in den Handwerker.

Als wir weiter öffneten, wurde das Ausmaß erst richtig sichtbar. Das Ständerwerk war an der betroffenen Stelle stark beschädigt, teilweise regelrecht weggegammelt. Unter dem Haus hatte sich in der Folie, die die Dämmung hält, eine große Wasserblase gebildet. Gewahr wurden wir dessen erst, als die Wand offen war und wir von außen unter das Haus geschaut hatten. Ab diesem Moment war klar, dass es hier nicht um eine kleine Schönheitsreparatur ging, sondern um einen handfesten Wasserschaden.

Der Heizungs- und Sanitärinstallateur kam, demontierte das Rohr und behob die Leckage. In dieser ohnehin angespannten Situation gab es einen weiteren Moment, der einfach sehr schräg war. Als ich allein mit ihm im Haus war, überschritt er eine Grenze, die für mich nicht verhandelbar ist – er wollte, dass ich ihn küsse. Schräg oder? Ich habe ihn daraufhin des Hauses verwiesen. Aber auch das gehört zu dieser Geschichte, weil es zeigt, wie sich in dieser Zeit Dinge überlagert haben. Dinge mit denen man nicht rechnet und auf die man sich nicht vorbereiten kann.

Die Versicherung übernahm glücklicherweise den Schaden und beauftragte eine Firma mit den Sanierungsarbeiten. Was folgte, war leider keine Erleichterung sondern ein echtes Drama. Selbst wenn ich darüber hinwegsehe das einer der beiden Handwerker nach Alkohol gerochen hatte bleibt die Tatsache, dass die Arbeiten unglaublich schlecht ausgeführt wurden. Die Dämmung war gefrickelt, die Dampfsperre nicht ordentlich befestigt, das beschädigte Ständerwerk nicht sauber ausgetauscht. Dinge, die man auf den Fotos gut erkennen kann. Was eigentlich in überschaubarer Zeit hätte erledigt sein können, zog sich über mehrere Tage. Am Ende kam sogar der Meister noch einmal vorbei, weil ich so verärgert über die mangelhafte Arbeit war. Ich frage mich was sie unter dem geschlossenen Boden für einen Pfusch hinterlassen hätten wenn ich nicht gewusst hätte wie die Arbeiten ausgeführt werden müssen und wenn ich nicht die ganze Zeit auf sie aufgepasst hätte.

Als schließlich alles wieder geschlossen war, renoviert, das Parkett lag und ich dachte, nun sei es endlich geschafft, kam die nächste Herausforderung. Der Sanitärbetrieb erschien erneut, diesmal der Meister und ein Kollege, da ich ausdrücklich darum gebeten, dass der Mitarbeiter vom ersten Mal nicht wiederkommt. (Warum sie zu zweit kamen, verstehe ich bis heute nicht.) Dabei stellten sie fest, dass die Rohre eigentlich etwas höher hätten liegen müssen. Die Wand wurde erneut aufgesägt – und dabei ein Rohr beschädigt. Neue Leckage. Wieder Wand auf. Wieder Chaos.

Am Ende standen zwei Mitarbeiter hier, arbeiteten an einem Schaden, den sie selbst verursacht hatten, und ich sollte die Arbeitszeit bezahlen – auch für zwei Mitarbeiter (Argument: ich wollte ja nicht das der einstige Mitarbeiter alleine kommt – irre echt!). Auch das war Teil dieser Geschichte.

Dieser Wasserschaden war nicht einfach eine technische Baustelle. Er zog sich über Monate, kostete Zeit, Energie und Nerven und lief parallel zu allem anderen, was dieses Jahr ohnehin schon Kraft gefordert hat: Umzug, Hunde, neue Routinen, neue Arbeit. Rückblickend war das einer der Punkte, an dem mir sehr deutlich wurde, wie viel man gleichzeitig tragen kann und dass es irgendwann nicht mehr darum geht, alles auszuhalten, sondern darum, Grenzen zu ziehen.

Lieblingsschnute startet – Satt kann jeder – Haltung braucht Zeit

Wenn ein Hund einen sensiblen Magen hat, wird Ernährung plötzlich zu etwas sehr Persönlichem. Lieblingsschnute ist genau aus diesem Punkt heraus entstanden. Nicht aus einer Marktlücke, nicht aus einem Plan, sondern aus dem Alltag mit Hunden, bei denen „das wird schon“ eben nicht funktioniert hat. Aus Beobachtungen, aus Unsicherheiten, aus dem ständigen Abwägen, was wirklich gut tut und was nur gut gemeint ist.

Während um mich herum vieles im Umbruch war, habe ich diesem Projekt Schritt für Schritt Form gegeben. Die Webseite steht, der Instagram-Kanal ist aufgebaut, Pinterest bringt Reichweite und Klicks, die E-Mail-Liste wächst langsam, aber stetig. Kein Schnellschuss, sondern ein Fundament, das aus Erfahrung entstanden ist.

Die Webseite nimmt langsam Gestalt an

Mir ging es dabei nie darum, schnelle Lösungen oder einfache Antworten zu liefern. Lieblingsschnute steht für einen ruhigen, fundierten Blick auf Hundeernährung. Für das Verständnis, dass sensible Hunde keine Standardlösungen brauchen, sondern Menschen, die bereit sind hinzuschauen, zu lernen und Entscheidungen zu treffen, die zum eigenen Alltag passen.

„Satt kann jeder“ ist dabei weniger ein Claim als eine Haltung. Eine Haltung, die sagt, dass Ernährung mehr ist als ein voller Napf. Dass Verantwortung, Beobachtung und Vertrauen eine größere Rolle spielen als starre Regeln. Lieblingsschnute ist kein Endpunkt, sondern ein stabiles Fundament. Eines, das wachsen darf, sich verändern darf und genau deshalb Raum für Entwicklung lässt.

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Wir mussten vor dem Umzug das Schlafzimmer sanieren:

Lernen für den Hunderernährungsberater und ich kann immer sehen für wen ich das mache 🥰

Lernen mit Collies 😄 🥰
Der Hütehund macht seinen Job 😂

Und dann war da noch der Garten. Hier nur drei größere Projekte…

Mein 2025-Fazit

Warum ich aufgehört habe, auf bessere Bedingungen zu warten

Es gab in diesem Jahr viele Gründe, Dinge aufzuschieben. Der Umzug war noch nicht abgeschlossen, die Baustelle nicht beendet, die Hunde noch nicht richtig angekommen. Immer war da dieses leise „eigentlich erst, wenn …“. Wenn es ruhiger wird. Wenn alles fertig ist. Wenn wieder Luft da ist. Rückblickend war ziemlich klar: Dieser Moment wäre vermutlich nie gekommen.

Irgendwann habe ich verstanden, dass bessere Bedingungen kein Startsignal sind, sondern oft nur ein Wunsch. Dass Ruhe nicht einfach entsteht, sondern sich erst zeigt, wenn man trotzdem anfängt. Nicht perfekt, nicht mit freiem Kopf, sondern mitten im Chaos. Ich habe aufgehört, darauf zu warten, dass alles passt, und stattdessen begonnen, mit dem zu arbeiten, was gerade da war.

Das hatte nichts Heroisches. Es war eher eine pragmatische Entscheidung. Dinge zu tun, auch wenn sie sich noch unfertig anfühlten. Entscheidungen zu treffen, ohne alle Variablen zu kennen. Und mir einzugestehen, dass Fortschritt nicht bedeutet, alles im Griff zu haben, sondern überhaupt in Bewegung zu bleiben.

Was sich dadurch verändert hat, war weniger der äußere Ablauf als mein innerer Umgang damit. Ich habe mir selbst mehr erlaubt. Weniger Aufschieben, weniger inneres Blockieren und die Erkenntnis, dass vieles leichter wird, sobald man aufhört, auf den idealen Moment zu warten. Nicht weil es dann einfacher ist – sondern weil man sich selbst wieder handlungsfähig macht.

Warum ich mir selbst wieder mehr vertraue

Vielleicht ist das die wichtigste Veränderung dieses Jahres, auch wenn sie nach außen kaum sichtbar ist. Ich habe angefangen, mir selbst wieder mehr zu vertrauen. Nicht blind, nicht naiv, sondern auf eine ruhige, erwachsene Art. Ich hinterfrage Dinge noch immer, aber ich stelle mich dabei nicht mehr grundsätzlich infrage.

Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass ich Situationen einschätzen kann, auch wenn sie unübersichtlich sind. Dass ich Entscheidungen treffen darf, ohne vorher alles bis ins Letzte durchdacht zu haben. Und dass es in Ordnung ist, Dinge unterwegs zu verstehen. Gerade im Zusammenleben mit den Hunden habe ich gemerkt, wie oft man Entscheidungen treffen muss, für die es keine festen Regeln gibt. Man beobachtet, spürt, passt an und vertraut darauf, dass das eigene Bauchgefühl trägt.

Ich erkläre weniger. Ich rechtfertige mich seltener. Und ich halte es besser aus, wenn nicht jede Entscheidung von außen bestätigt wird. Das heißt nicht, dass ich immer sicher bin. Aber ich bin bereit, Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen, auch wenn sie nicht perfekt sind.

Dieses Vertrauen ist nicht plötzlich da gewesen. Es ist gewachsen, mit jeder Situation, in der ich gemerkt habe, dass ich hinschauen, nachjustieren und weitermachen kann. Mit jedem Moment, in dem sich gezeigt hat, dass Erfahrung, Aufmerksamkeit und Nähe zum Alltag eine verlässliche Grundlage sind. Und vielleicht auch mit dem stillen Wissen, dass man nicht alles kontrollieren muss, um gut zu entscheiden.

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

Wenn ich 2025 auf meine Entscheidungen schaue, dann waren es vor allem die konkreten Schritte, die dieses Jahr getragen haben. Keine theoretischen Vorsätze, sondern Dinge, die ich wirklich gemacht habe.

Das waren die wichtigsten Entscheidungen:

  • Lieblingsschnute zu starten.
    Nicht irgendwann, sondern jetzt. Mit allem, was da war und auch mit dem, was noch gefehlt hat.
  • Am 30.06. mit der Weiterbildung zur Hundeernährungsberaterin zu starten.
    Um mein Wissen zu vertiefen und fundiert weitergeben zu können.
  • Weiterzumachen, obwohl die Bedingungen schwierig waren.
    Umzug, Baustelle, Wasserschaden, Hunde, Chaos – und trotzdem nicht stehen bleiben.
  • Mich klar auf das Thema magensensible Hunde zu fokussieren.
    Kein Bauchladen, keine Verwässerung, sondern ein Thema, das ich kenne, verstehe und im Alltag lebe.
  • Im Dezember zu den Piñatas zu gehen, um Instagram gezielt aufzubauen.
    Mir Unterstützung zu holen, statt alles alleine zu stemmen, und Social Media nicht dem Zufall zu überlassen.

Diese Entscheidungen haben mir vor allem eines gezeigt: Fortschritt entsteht nicht dadurch, dass alles perfekt vorbereitet ist, sondern dadurch, dass man Verantwortung übernimmt. Für ein Projekt, für einen Fokus, für den eigenen Weg. Nicht alles lief reibungslos, aber vieles ist genau deshalb in Bewegung gekommen. Und das fühlt sich rückblickend nach den richtigen Entscheidungen an.

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

  • Bessere Bedingungen sind kein Startsignal.
    Warten macht Dinge nicht klarer, es verschiebt sie nur.
  • Struktur trägt mehr als gute Vorsätze.
    Im Alltag zählt, was funktioniert, nicht was theoretisch sinnvoll wäre.
  • Fokus schafft Ruhe.
    Ein klares Thema ist entlastender als zehn gute Ideen gleichzeitig.
  • Bauchgefühl ist kein Gegensatz zu Wissen.
    Gerade im Zusammenleben mit den Hunden zeigt sich, wie wichtig Beobachtung und Intuition sind.
  • Unterstützung holen ist kein Umweg.
    Ob Ausbildung oder Begleitung bei Instagram – Hilfe anzunehmen spart Kraft und Zeit.
  • Nicht alles muss sofort verstanden werden.
    Manche Entscheidungen klären sich erst im Gehen.

Wofür ich 2025 dankbar bin

(auch wenn ich dieses Wort eigentlich nicht mag)

Für einen Alltag, der sich heute stimmiger anfühlt als vor einem Jahr.
Nicht perfekt. Nicht ruhig. Aber mehr meiner. Und das zählt.

Für meine Hunde.
Piper und Calea haben mir nichts vorgemacht. Sie haben gezeigt, wenn etwas zu viel war, wenn etwas nicht gepasst hat und auch, wenn sich langsam wieder Ruhe eingestellt hat. Das war nicht immer bequem, aber ehrlich. Und genau das hat mir geholfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Für mein Bauchgefühl.
Ich musste in diesem Jahr oft entscheiden, ohne Sicherheit und ohne perfekte Voraussetzungen. Und ich habe gemerkt, dass ich mich darauf verlassen kann. Nicht immer sofort, nicht immer fehlerfrei, aber verlässlich genug, um weiterzugehen.

Für Lieblingsschnute.
Dafür, dass dieses Projekt aus etwas Echtem entstanden ist und nicht aus einem Plan oder einem Trend. Es fühlt sich richtig an, weil es aus meinem Alltag gewachsen ist und nicht aus einem „man müsste mal“.

Für die Fähigkeit, Grenzen zu ziehen.
Ich habe Nein gesagt, Arbeiten beanstandet, Menschen aus meinem Raum geschickt und Dinge nicht mehr einfach hingenommen. Nicht laut, nicht dramatisch, aber klar. Das war neu und wichtig.

Für die Erkenntnis, dass ich mehr aushalte, als ich dachte.
Nicht im Sinne von „Augen zu und durch“, sondern im Wissen, dass ich auch schwierige Phasen tragen kann, ohne mich selbst dabei zu verlieren.

Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2026?

Ich lasse 2025 einige Dinge bewusst hier. Nicht, weil sie falsch waren, sondern weil sie mir gezeigt haben, was ich nicht weitertragen möchte. Dazu gehört vor allem das Warten auf den richtigen Moment. Dieses ständige Verschieben, bis alles passt, bis Ruhe einkehrt, bis die Bedingungen besser sind. Ich habe gelernt, dass dieser Moment selten von selbst kommt.

Ich lasse auch den Anspruch zurück, es allen recht machen zu müssen. Das Erklären, das Absichern, das innere Abgleichen mit dem, was andere für richtig halten. Nicht jede Entscheidung braucht Zustimmung von außen, um gut zu sein. Und nicht jeder Zweifel ist ein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft.

Zurück bleibt außerdem die Vorstellung, alles gleichzeitig stemmen zu müssen. Alles selbst, alles sofort, alles perfekt. Ich habe gemerkt, wie viel Kraft das kostet und wie wenig es bringt. Unterstützung anzunehmen, Dinge abzugeben oder langsamer zu gehen, ist kein Rückschritt, sondern Teil von Verantwortung.

Und ich lasse die Idee los, dass Klarheit immer laut sein muss. Für mich ist sie leiser geworden, unaufgeregter, weniger erklärungsbedürftig. Genau so möchte ich sie mit ins nächste Jahr nehmen.

Mein 2025 in Zahlen

  • 431 Instagram-Follower
  • 5560 Interaktionen auf Pinterest und
    1670 ausgehende Klicks
  • 42 veröffentlichte Blogartikel
  • Höhe deiner Domain Authority
  • 63 Newsletter-Abonnenten – fantastisch ❤️
  • 32.959 Webseiten-Besucher in 2025 (ich bin so stolz ☺️)

Mein Ausblick auf 2026

2026 fühlt sich für mich nicht nach einem Neuanfang an, sondern nach einem Weitergehen. Nicht lauter, nicht schneller, sondern klarer. Mein Ziel ist es, Lieblingsschnute weiter zu festigen. Das, was in diesem Jahr entstanden ist, soll tragfähiger werden. Weniger ausprobieren um des Ausprobierens willen, mehr vertiefen. Mehr Vertrauen in das, was bereits funktioniert.

Ein zentraler Punkt für das kommende Jahr ist der Abschluss meiner Ausbildung zur Hundeernährungsberaterin in der ersten Hälfte von 2026. Nicht, weil ich glaube, dass danach plötzlich alles anders ist, sondern weil ich mein Wissen weiter fundieren und abrunden möchte. Lernen bleibt für mich ein Prozess, aber dieser Abschluss ist ein wichtiger Meilenstein auf meinem Weg.

Ich möchte 2026 sichtbarer werden, ohne mich zu verlieren. Instagram gezielter nutzen, Pinterest weiterlaufen lassen und den Newsletter Schritt für Schritt ausbauen. Nicht mit Dauerpräsenz, sondern mit Inhalten, die Substanz haben und zu mir passen. Sichtbarkeit soll sich nicht nach Druck anfühlen, sondern nach Stimmigkeit.

Gleichzeitig nehme ich mir vor, weniger Baustellen parallel zu haben. Klarere Prioritäten, ein bewussterer Umgang mit meiner Energie und mehr Ruhe in Entscheidungen. Nicht alles gleichzeitig. Nicht alles sofort. Sondern so, dass Alltag, Hunde und Arbeit miteinander funktionieren.

Vor allem aber möchte ich mir treu bleiben. Meinem Thema, meiner Haltung und meinem Bauchgefühl. Auch dann, wenn der Weg langsamer wirkt als der von anderen. 2026 soll kein Jahr der großen Versprechen werden, sondern eines, in dem Dinge weiter wachsen dürfen, die bereits ein solides Fundament haben.

Meine 7 Ziele für 2026

  • Abschlussprüfung zur zertifizierten Hundeernährungsberaterin ablegen.
  • 1.000 echte Follower auf Instagram erreichen.
  • 500 Newsletter-Abonnent:innen aufbauen.
    Wenn du Lust auf kostenlose Rezepte, fundiertes Wissen und ehrliche Einblicke rund um magensensible Hunde hast, melde dich zum Newsletter an und hol dir zusätzlich meine 3 exklusiven Rezepte für 0 Euro an.
  • Einen Gastartikel schreiben.
    Wenn du einen thematisch passenden Blog, Podcast oder eine Plattform hast und auf der Suche nach fundierten Inhalten bist, melde dich gern unter kontakt@lieblingsschnute.de
  • Lieblingsschnute fachlich weiter schärfen.
    Mein Fokus bleibt klar auf magensensiblen Hunden und Ernährung, die im Alltag funktioniert.
  • Einen Teil des Gartens neu gestalten.
    Der Bereich rund um den Teich soll umstrukturiert werden, sodass dort zusätzlich eine sinnvolle Bewegungsfläche für die beiden Collie-Schwestern entsteht.
  • Mit Piper und Calea am Freilauf arbeiten.
    Schritt für Schritt, mit Vertrauen, Klarheit und einem guten Gefühl für alle Beteiligten.

Zum Schluß …

Zum Ende dieses Jahres gehört auch ein Abschied. Mein Neffe ist am 22.12.2025 gestorben. Wir hatten keinen Kontakt, und doch hat sein Tod etwas in mir berührt, das sich nicht wegschieben lässt. Vielleicht, weil er erst 18 war. Vielleicht, weil es weh tut zu wissen, dass er keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat.
Ich habe selbst Zeiten gekannt, in denen alles schwer war. Zeiten, in denen Gedanken dunkel werden können. Umso dankbarer bin ich heute dafür, dass ich geblieben bin. Dass ich Wege gefunden habe, weiterzugehen. Und umso trauriger macht es mich, dass ihm das nicht gelungen ist.
Dieser Absatz ist kein Versuch, etwas zu erklären oder einzuordnen. Er ist ein stilles Innehalten. Für ein junges Leben, das zu früh geendet hat. Und für die Erinnerung daran, wie wertvoll es ist, einen Ausweg zu finden – oder jemanden, der ihn mit einem sucht.

Manches lässt man nicht zurück, sondern nimmt es still mit.

Deine

Vanessa Seedorf - Expertin für magensensible Hunde

Über mich

Vanessa Seedorf ist das Herz von Lieblingsschnute und angehende, zertifizierte Hundeernährungsberaterin. Ihr besonderer Fokus liegt auf der Ernährung und Unterstützung magensensibler Hunde. Durch die jahrelange Begleitung ihrer eigenen, sensiblen Hündinnen kombiniert sie fundiertes Fachwissen mit echter Praxiserfahrung. Mit ihren Rezepten und Ratgebern hilft sie Hundebesitzern dabei, den Napf wieder mit Leichtigkeit und Wohlbefinden zu füllen – für eine glückliche Schnute und einen entspannten Bauch.

6 Kommentare

  1. Svenja

    Glückwunsch zum Jahresrückblick!✨
    War ja echt aufregend bei dir mit Wasserschaden und deinen Hunden.
    Und cool, das du dir auch Hilfe bei den Piñatas geholt hast. Vielleicht sehen wir uns da 😉.
    Die beiden waren auch meine beste Entscheidung im Jahr 2025 💪🏻

    Antworten
    • Admin

      😄 wie lustig – dann scheinen wir beide wohl gute Entscheidungen getroffen zu haben!
      Vielleicht sehen wir uns im nächsten Q&A – ich mit den Hunden und du beim häkeln ❤️
      Einen tollen Start ins Jahr 2026

      Vanessa

      Antworten
  2. Catrina

    Dein Rückblick hat mich wirklich abgeholt, weil er so klar und ungeschönt ist – weder Hochglanz noch Jammermodus, sondern „so war’s“, was ich vollkommen nachvollziehen kann. Zwei Hunde, Umzug, Baustellen und dann noch der Wasserschaden: Allein beim Lesen merkt man, wie viel du da parallel um die Ohren hattest.

    Trotzdem kannst du auf ein wirklich ereignisreiches Jahr zurückblicken und vor allem auch ein erfolgreiches (wenn ich diese Zahlen sehe, schlackern mir die Ohren) – wünsche dir alles Gute, dass es 2026 so weiter geht, das Gartenprojekt Form annimmt und Lieblingsschnute weiter läuft (und alles ohne übergriffige Handwerker vor allem Oo)!

    Guten Rutsch!
    Catrina

    Antworten
    • Admin

      Danke Catrina für diesen Kommentar❣️
      Ich wünsche auch dir alles alles erdenklich Gute für 2026
      Auch dir und all deinen Liebsten einen guten Rutsch!
      Vanessa

      Antworten
  3. Mara Hoffmann

    Liebe Vanessa,

    beim Lesen deines Rückblicks dachte ich mehrfach: So ein turbulentes Jahr kann doch unmöglich nur ich erlebt haben. Unglaublich, was euch alles getroffen hat. Ein großes WOW dafür, dass ihr durchgehalten habt und dass du trotz all dieser Belastungen deinen Fokus mit lieblingsschnute behalten und für eure Hunde da sein konntest.

    Ich bin überzeugt, dass Hunde sehr genau wahrnehmen, wenn das Leben aus den gewohnten Bahnen gerät. Und je nach ihrem Wesen reagieren sie erstaunlich rücksichtsvoll, geduldig und nachsichtig, bis sich die Dinge wieder sortieren. Ihr habt euer Bestes gegeben und eure Mädchen haben das ganz sicher gespürt.

    Handwerkerpfusch kennt man ja leider … aber in dieser Dimension? Und dann noch die Erwartung, ihr solltet die Beseitigung ihres eigenen Desasters bezahlen? Eine mehr als fragwürdige Arbeitsmoral.

    Zur beschriebenen Übergriffigkeit fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. Wie kommt man auf solche Gedanken?!

    Dein Jahresrückblick hat bei mir fast alle Emotionen ausgelöst, die man sich vorstellen kann. Besonders dein Abschied hat mich sehr berührt, auch, weil gerade jemand, der mir sehr nahe steht und im Alter deines Neffen ist, Ähnliches erlebt.

    Ich wünsche dir, eurer Familie und allen Angehörigen von Herzen, dass 2026 nicht nur friedlicher wird, sondern dass das wilde Fahrwasser nun wirklich hinter euch liegt.

    Ganz liebe Grüße
    Mara

    Antworten
    • Admin

      Liebe Mara,

      vielen Dank für deinen sehr achtsamen Kommentar. Dieses Gefühl von „offenbar bin ich mit so einem Jahr nicht allein“ hat mich besonders berührt. Genau das war auch mein Eindruck beim Schreiben.

      Deine Worte über Hunde kann ich nur unterstreichen. Ich glaube ebenfalls, dass sie sehr fein wahrnehmen, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, und oft mehr mittragen, als wir denken.

      Zu dem, was du über den Abschied schreibst, fehlen auch mir bis heute die richtigen Worte. Umso mehr berührt es mich, dass du diesen Teil so sensibel aufgegriffen hast. Ich wünsche der Person in deinem Umfeld von Herzen Halt und gute Begleitung.

      Danke dir fürs Lesen, Mitfühlen und Dableiben. Für euch wünsche ich ebenfalls ein ruhigeres, freundlicheres 2026.

      Ganz liebe Grüße
      Vanessa

      Antworten

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